475 Millionen Euro Transferausgaben – mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr
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Mit dem Ende der Wintertransferperiode steht die finanzielle Gesamtbilanz der laufenden Süper-Lig-Saison fest – und sie fällt historisch aus. Während Einnahmen und Ausgaben im türkischen Fußball Jahr für Jahr neue Dimensionen erreichen, vergrößert sich die Lücke zwischen beiden Seiten weiter deutlich.
Transfersummen explodieren – Winter legt weiter nach
Nach einem bereits äußerst intensiven Sommertransferfenster setzten die Vereine ihre Investitionen auch im Winter fort. Allein im Sommer wurden 351 Millionen Euro für neue Spieler ausgegeben, im Winter kamen weitere 124 Millionen Euro hinzu. Damit belaufen sich die Gesamtausgaben der Saison auf 475 Millionen Euro – ein neuer Allzeitrekord in der Geschichte der Süper Lig.
Der teuerste Transfer des Sommers war der Wechsel von Osimhen für 75 Millionen Euro zu Galatasaray. Im Winter führte Fenerbahçe die Ausgabenliste an: Der Klub verpflichtete Mattéo Guendouzi für 28 Millionen Euro Ablöse.
Damit wurde der bisherige Rekord mehr als verdoppelt.
Einnahmen steigen – Defizit dennoch enorm
Auch auf der Einnahmenseite wurde ein neuer Höchstwert erreicht. Der bisherige Rekord aus der Saison 2023/24 (171 Mio. €) wurde auf 259 Millionen Euro gesteigert. Dennoch reicht dieses Wachstum nicht aus, um die explodierenden Ausgaben auszugleichen.
Die aktuelle Saison schließt mit einem Defizit von -216 Millionen Euro ab – ein Minus, das höher ausfällt als die gesamten Transferausgaben vieler früherer Spielzeiten.
International betrachtet liegt die Süper Lig bei den Transferausgaben weltweit auf Platz 7. Beim Nettoverlust rangiert sie sogar auf Platz 3, nur hinter der Premier League (-1.635,72 Mio. €) und der Saudi Pro League (-585,26 Mio. €).
Fazit:
Die Süper Lig erlebt finanziell eine historische Saison: Noch nie zuvor wurde so viel investiert wie in diesem Jahr. Die Transferausgaben sind explodiert und haben sich im Vergleich zu den Vorjahren mehr als verdoppelt. Zwar steigen auch die Einnahmen auf ein neues Rekordniveau, doch sie halten mit dem Tempo der Ausgaben nicht Schritt.
Unterm Strich bedeutet das: Der türkische Fußball wächst, wird international sichtbarer und ambitionierter – bezahlt diesen Wachstumsschub jedoch mit einem massiven Defizit. Langfristig steht die Süper Lig damit vor der entscheidenden Frage, ob sportlicher Erfolg und wirtschaftliche Nachhaltigkeit künftig besser in Einklang gebracht werden können.
Historischer Rekord in der Süper Lig
Galatasaray schreibt Geschichte als wertvollstes Team im türkischen Fußball
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