„Nicht die Türkei, sondern wir!“
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„Entscheide dich für uns, nicht für die türkische Nationalelf!“
Im Vorfeld des für März angesetzten Play-off-Duells zwischen der türkischen und der rumänischen Nationalmannschaft hat Rumäniens Nationaltrainer Mircea Lucescu frühzeitig einen strategischen Schritt eingeleitet. Der erfahrene Coach bemüht sich intensiv um den 22-jährigen Verteidiger Ümit Akdağ, der sowohl die türkische als auch die rumänische Staatsbürgerschaft besitzt und damit noch vor einer wegweisenden Entscheidung für seine internationale Zukunft steht.
Die türkische Nationalmannschaft bestreitet Ende März ein äußerst wichtiges Play-off-Spiel mit Blick auf die Qualifikation für die Weltmeisterschaft. Gegner wird ausgerechnet Rumänien sein – und damit jenes Team, das aktuell versucht, Akdağ für sich zu gewinnen. Vor diesem richtungsweisenden Duell ist zwischen den beiden Fußballverbänden ein unerwarteter Konkurrenzkampf um den talentierten Defensivspieler entbrannt.
Ümit Akdağ steht derzeit bei Alanyaspor unter Vertrag und hat sich dort in den vergangenen Monaten mit konstanten Leistungen in den Fokus gespielt. Der Linksverteidiger beziehungsweise linke Innenverteidiger zählt zu den positiven Erscheinungen der laufenden Saison und wird inzwischen auch von mehreren Topklubs aus der Süper Lig beobachtet. Für den Defensivbereich gilt Akdağ als vielseitig einsetzbar, was sein sportliches Profil zusätzlich aufwertet.
Lucescu, der in der Vergangenheit selbst die türkische Nationalmannschaft trainiert hat, soll Akdağ persönlich kontaktiert und ihm eine Einladung in den Kader der rumänischen Auswahl in Aussicht gestellt haben. Der junge Spieler äußerte sich zu dem Interesse respektvoll und erklärte, dass es „ein besonderes Gefühl“ sei, von einem Trainer wie Lucescu angesprochen zu werden, der bereits auf höchstem internationalem Niveau gearbeitet habe.
Nach dem Vorstoß aus Rumänien reagierten jedoch auch die Verantwortlichen der türkischen Nationalmannschaft. Dem Vernehmen nach wurden bereits erste Gespräche mit Akdağ geführt, um ihm die sportliche Perspektive im Trikot der „Ay-Yıldızlılar“ aufzuzeigen. Parallel dazu sollen rumänische Funktionäre ihre Bemühungen intensiviert haben. In diesem Zusammenhang ist auch von zusätzlichen finanziellen Anreizen die Rede, die dem Spieler im Zuge seiner Entscheidung angeboten worden sein sollen.
Akdağs Name taucht zudem seit Wochen im Transferumfeld prominenter türkischer Vereine auf. Sowohl Galatasaray als auch Trabzonspor sollen den Defensivspieler beobachten. Ein möglicher Vereinswechsel könnte wiederum Auswirkungen auf seine Chancen haben, dauerhaft in den erweiterten Kreis der türkischen Nationalmannschaft aufgenommen zu werden.
Der sportliche Werdegang Akdağs ist bereits jetzt bemerkenswert. Nach seinen Anfängen in der Jugend von Alanyaspor wechselte er zwischen 2015 und 2017 in den Nachwuchsbereich von Chelsea, wo er internationale Erfahrungen sammelte. In der vergangenen Saison spielte er auf Leihbasis für Toulouse und sammelte dort wertvolle Spielpraxis.
Auch der aktuelle türkische Nationaltrainer Vincenzo Montella soll ein persönliches Gespräch mit Akdağ planen. Je nach Verlauf dieser Unterredung und der Haltung des Spielers ist es durchaus möglich, dass Akdağ noch vor dem Play-off-Spiel gegen Rumänien eine Einladung zur türkischen A-Nationalmannschaft erhält.
Die endgültige Entscheidung darüber, für welches Land Ümit Akdağ künftig auflaufen wird, soll voraussichtlich im Laufe des Monats Februar fallen. Bis dahin bleibt der Zweikampf zwischen der Türkei und Rumänien um eines der spannendsten Defensivtalente der jüngeren Generation weiter offen.
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